Die gute Hundeschule

Die immer wieder vorkommenden Zwischenfälle mit Hunden rufen immer mehr Hundehasser auf den Plan und zwingen Politiker zum Handeln.

Hundeverordnungen, Wesenstest und Leinenzwang machen ein unbeschwertes Vergnügen mit dem Vierbeiner nahezu unmöglich.

Umso wichtiger ist es für uns Bordeauxdoggen-Halter, einen gut erzogenen und bestens sozialisierten Hund zu führen. Nur so können wir das Image unserer Rasse und der Hundewelt im Allgemeinen positiv verändern.

In Deutschland gibt es keinen staatlich anerkannten Ausbildungsweg für Hundetrainer; eine Hundeschule kann von jedermann/-frau eröffnet werden.

Auch ein abgeschlossenes Studium der Tierpsychologie beim Tiertrainer ist keine Garantie dafür, dass dieser auch sachkundigen und hundgerechten Unterricht erteilt.

Von Hundeschulen, die Ihnen anbieten, den Hund, einmal abgeliefert, innerhalb von 14 Tagen in deren Obhut perfekt  zu erziehen, raten wir dringend ab. Eine gute Hundeschule bietet nämlich nicht nur das Training für den Hund an, sondern berücksichtigt ebenso das Training für den Halter. Denn für den Halter gilt es, gewaltfreie Erziehungsmethoden und ein gutes Auge für das artgerechte Verhalten seines Hundes zu erlernen. Denn nur wenn der Mensch Reaktionen, Körpersprache und das Lernverhalten seines Hundes verstanden hat, ist er in der Lage, sich seinem Vierbeiner auch hundgerecht verständlich zu machen.

  • Trauen Sie ihrem ersten Gefühl: Haben Sie den Eindruck, daß in der Hundeschule eine gelöste und sympathische Atmosphäre herrscht, dann lohnt es sich, näher hinzuschauen. Haben Sie hingegen den Eindruck von Macho-Gehabe oder gar militärischen Drill, kehren Sie um!
  • Sie sollten die Möglichkeit bekommen, an einem kostenlosen und unverbindlichen Probetraining teilnehmen zu können, und uneingeschränkt anderen Trainingsstunden zusehen dürfen.
  • Die Ausbilder sollten bereitwillig Auskunft über die eigene Qualifikation geben.
  • Die Hundegruppen sollten die Anzahl von 5-6 Hunden je Trainingsstunde nicht überschreiten, damit der Trainer die Möglichkeit hat, auf jeden Einzelnen eingehen zu können.
  • Während des Trainings sollten die Hunde zwischendurch die Möglichkeit zum Entspannen durch Spiele bekommen.
  • Die Übungen sollten gerade für unsere Bordeauxdoggen interessant und abwechselungsreich gestaltet sein.
  • Auch theoretischer Unterricht oder sogar Seminare sollten an einer guten Hundeschule angeboten werden.
  • Zum Training sollten alle Hunde zugelassen sein, vom kleinen Mischling bis zu großen Rassen, damit Ihr Liebling lernt, daß es ganz unterschiedliche „Mithunde“ gibt, mit denen sich Freundschaft schließen lässt.
  • Das Training muß ausnahmslos schmerzfrei für den Hund gestaltet sein, bei Verwendung von Stachelhalsbändern oder gar elektrischen Geräten sollten sie sofort eine Alternative zu dieser Hundeschule suchen.
  • In einer guten Hundeschule werden Besonderheiten der Hunde sowie deren Fähigkeiten erkannt und individuell berücksichtigt.
  • Bei der Welpenspielstunde sollten die Kleinen niemals sich selbst überlassen sein: Gerade kleine Rüpel müssen frühzeitig und angemessen ihre Grenzen aufgezeigt bekommen.
  • In einer guten Hundeschule wird darauf geachtet, daß auch gut sozialisierte ausgewachsene Hunde die Welpenspielstunde bereichern.
  • In einer Welpenspielstunde besteht grundsätzlich kein Lernzwang.

Leider noch viel zu selten bieten aber dennoch einige Hundeschulen Hundetreffen an, bei denen unter geschulter Aufsicht 10-20 Hunde verschiedenster Rassen die Möglichkeit erhalten, in einem großen Rudel ihre natürlichen Instinkte auszuleben und entsprechend miteinander kommunizieren zu lernen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, an solchen Treffen teilzunehmen, dann nutzen Sie die Chance: Ihr Hund wird es Ihnen danken.

Last but not least!

Unberücksichtigt bei der Auswahl der Hundeschule bleibt die Schutzhundeausbildung. Unsere Bordeauxdoggen sind nicht für diese Art der Ausbildung geeignet, darum ist diese Art der Ausbildung in jeder Form abzulehnen!