Die Bordeauxdogge ist ein nervenstarker und selten leicht erregbarer Hund. Sie verfügt über ein ausgeglichenes Wesen. Die Bordeauxdoggen gehören zu den stilleren und oftmals zurückhaltenden Hundetypen. Selten bellt die Bordeauxdogge, ohne dass ein triftiger Grund vorliegt. Dies allerdings würde sich schlagartig ändern, wenn ein Fremder sich gewaltsam Eintritt in das Haus verschaffen wollte.

Die Bordeauxdogge ist ein sehr selbstsicheres Tier, darum begegnet sie anderen Hunden zumeist sehr souverän bis ignorant es sei denn, sie wird herausgefordert, denn gewöhnlich ist die Bordeauxdogge nicht streitsüchtig. Allerdings können Bordeauxdoggen-Rüden gelegentlich zur Dominanz neigen, was dann auch eine Rauferei mit anderen Rüden zur Folge haben könnte. Eine korrekte Handhabung dieser Dominanz fördert das problemlose Miteinader auch mit anderen Rüden.

Behandelt man eine Bordeauxdogge ihrem Wesen entsprechend, wird sie den Menschen und anderen Tieren gegenüber niemals aggressiv, sondern immer neugierig und freundlich eingestellt sein. Bedenken sollte man jedoch, dass die Bordeauxdogge einen besonderen Schutzinstinkt besitzt, der sich bei einer vermeintlichen Gefahr von Familie und dem Heim durchaus zeigen wird.

Die Bordeauxdogge neigt zur Sturheit und Arroganz, wie wir Menschen es definieren würden. Allerdings hat die Bordeauxdogge ihren eigenen Kopf und wird jedes Kommando erst einmal hinterfragen, hier ist unnachgiebige Konsequenz des Herrchens gefragt. Wenn die Bordeauxdogge allerdings ihr Herrchen bedingungslos akzeptiert, wird jedes Kommando anstandslos befolgt.

Bedingt durch die hohe Reizschwelle eignet sich die Bordeauxdogge durchaus als Therapiehund oder für andere Einsätze. Je mehr Aufgaben eine Bordeauxdogge erhält umso ausgelasteter ist sie, dies verhindert bisweilen auch eine ungewollte Umdekoration des Hauses.

Mit zwei Rüden, die beide eine gewisse Dominanz zeigen, kann es zu Problemen kommen, für einen weniger erfahrenen Bordeauxdoggenhalter sollte dies vermieden werden. Sollte dennoch der Wunsch nach zwei Rüden bestehen, sollte der Altersunterschied möglichst groß sein. Ein Welpe wird selten die Autorität eines ausgewachsenen Rüden anzweifeln.

Ist die Bordeauxdogge „kinderlieb“? Wie jede andere Hunderasse auch, selbstverständlich „NEIN“! Die Bordeauxdogge, wie jeder andere Hund im Übrigen auch wird „kinderlieb“ erzogen!

Die Bordeauxdogge sucht immer die Nähe zu Ihrer Familie (Rudel) deren wichtiger Bestandteil natürlich auch die Kinder sind! Wenn die Kinder lernen, mit der Bordeauxdogge verantwortungsvoll umzugehen, dann wird sie die Aufmerksamkeit, die ihr insbesondere die Kinder auf ihre ganz eigene und vor allem ganz besondere Art zu Teil werden lassen, dankbar annehmen und ein treuer Lebensbegleiter, insbesondere für die Kinder sein.