Unterordnung - was ist das?

Die sog. Unterordnung ist lediglich nicht anderes als Grundgehorsam beim Hund. Bei der Unterordnung werden Gehorsamsübungen wie "Sitz", "Platz", "bei Fuss" ,"hier" ,"Bleib" und ähnliches verlangt und auch unsere Bordeauxdoggen sollten dies beherrschen.

Die Unterordnung ist die Vorstufe zur Begleithundeprüfung (BH) die mit etwas Übung auch von unseren Bordeauxdoggen abgelegt werden kann.

Ab welchem Alter kann ich mit der Ausbildung meines Hundes beginnen?

Mit der „Unterordnung“ kann man in der Regel ab dem 6. Monat beginnen. Natürlich kann es von Hund zu Hund verschieden sein. Selbstverständlich sollte die Erziehung schon ab dem ersten Tag bei uns Zuhause erfolgen. Auf dem Hundeplatz allerdings nicht unter einem halben Jahr (ausgenommen Welpengruppen), weil so junge Hunde noch sehr verspielt sind und sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren können sollte man am Anfang kleine Übungseinheiten in den Tag einbauen um die junge Bordeauxdogge nicht zu überfordern.

Wer kann Unterordnung machen?

Jeder, der einen Hund hat. Für unsere Bordeauxdoggen ist es besonders wichtig ein angenehmes Bild unserer Rasse in der Öffentlichkeit zu hinterlassen, daher sollte JEDE Bordeauxdogge über ein gewisses Maß an Grundgehorsam verfügen.

Was brauche ich für die Unterordnung?

Auf jeden Fall den Hund , ein Halsband und eine Leine (mind.1,00m max.1,20m).

Weiterhin ist es von Vorteil wenn man die Lieblingsleckerchen und/oder ein Spielzeug für die Bordeauxdogge dabei hat.

Wo kann ich Unterordnung machen?

Natürlich kann man Unterordnung überall machen, wo eine geeignete große Fläche zur Verfügung steht. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Ablenkung möglichst gering ist, damit sich unsere Bordeauxdoggen auch auf uns konzentrieren können.

Kann Unterordnung auch Spaß machen?

JA - sicherlich.

Viele stellen fest, dass es Spaß machen kann wenn man die Erfolge in der Ausbildung unserer Bordeauxdoggen sieht, und daß man es selber war, der den Hund dahin gebracht hat.

Oder man nehme die Sportart Obedience. - das ist im Prinzip nichts anderes als Unterordnung /Gehorsam, welches in Perfektion ausgeführt wird und mit verschiedenen anderen Dingen kombiniert wird.

Ein paar typische Übungen der Unterordnung :

Sitz

Das "Sitz" gibt es in verschiedenen Varianten. Hier ein paar Beispiele:

  • Das "Sitz" neben dem Hundeführer (HF) in der Grundstellung.
    Hierbei sollte der Hund gerade neben seinem HF sitzen und die Schulter des Hundes sollte sich auf Kniehöhe des HF befinden. Weiterhin sollte der Hund freudig seinen HF anschauen. Gerade bei unseren Bordeauxdoggen gestaltet sich das freudige anschauen manchmal etwas schwierig. Mit einem geeigneten Leckerchen oder einem interessanten Spielzeug in der Hand kann das allerdings auch bei unseren Bordeauxdoggen klappen.
  • Das "Sitz" aus der Bewegung heraus.
    Hierbei läuft die Bordeauxdogge "bei Fuss" und muss sich auf Kommando des HF sofort hinsetzen und dort in der Position verweilen, während der HF etwa 30-50 Schritte weitergeht und sich dann zum Hund umdreht. Der Hund hat solange an der Stelle im "Sitz" zu verharren, bis er vom HF wieder dort abgeholt wird. Diese Übung beginnt man allerdings erst damit, dass die Bordeauxdogge aus der Bewegung „Sitz“ macht und der HF neben ihr stehen bleibt. Wenn dies perfekt klappt, kann der HF mit dem Befehl „Bleib“ zunächst 5 bis 10 Schritte gehen und dies auf 50 Schritte aufbauen. Sollet die Bordeauxdogge jedoch nicht sitzen bleiben, ist sie an dieser Stelle noch etwas überfordert und man muß von vorn beginnen.
  • Das "Sitz" vor dem HF oder auch "Vorsitzen" genannt.
    Dieses Vorsitzen ist in Kombination mit dem Kommando "HIER". Wenn die Bordeauxdogge (ab)gerufen wird, hat sie zügig zu ihrem HF zu laufen und sollte sich dort in gerader Position und möglichst nahe vor den HF setzen. Dort sollte sie etwa 5-10 sec. diese Position halten, bis der HF das Kommando "Fuß" erhält, welches sie wieder in die Grundstellung bringt - das "Sitz" neben dem HF. Dabei kann die Bordeauxdogge entweder hinten um den HF herumlaufen oder ihren Körper um 180o drehen.

Platz

Wie auch beim "Sitz" gibt es hierbei auch verschiedene Varianten:

  • "Platzablage"
    Bei der Platzablage wird der Hund am Rande vom Übungsgelände ins "Platz" gelegt und der HF entfernt sich vom Hund. (Je nach Anforderung in oder außer Sichtweite). Der Hund hat solange an der Stellen liegen zubleiben, bis er vom Hundeführer dort abgeholt und mit einem Kommando ins "Sitz" geholt wird. Diese Übung erfolgt meist ohne Leine. Steigern kann man diese Übung noch, indem ein anderes Mensch/Hund-Team vor den Augen des in der "Platzablage" befindlichen Hundes entlang schreitet.
  • "Platz" aus der Bewegung heraus.
    Hierbei läuft die Bordeauxdogge "bei Fuss" und muss sich auf Kommando des HF sofort hinlegen und dort in der Position verweilen, während der HF etwa 30-50 Schritte weitergeht und sich dann zum Hund umdreht. Die Bordeauxdogge hat solange an der Stelle im "Platz" zu verharren, bis sie vom HF mit dem Kommando "Hier" zu sich gerufen wird. Auch hier gilt,  wie beim „Sitz“ aus der Bewegung, diese Übung langsam zu steigern. Erst das „perfekte Platz“ danach kann man sich langsam von der Bordeauxdogge entfernen.

Fuss

Beim "Fuss" sollte die Bordeauxdogge dicht, freudig und aufmerksam auf Kniehöhe des Hundeführers laufen, ohne diesen zu bedrängen. Beim "Fussgehen" werden verschiedene Wendungen und Richtungswechsel bzw. Winkel gelaufen.

Hier

Das Kommando "Hier" ist ein reines Abrufkommando, welches in der Regel nur aus der "Platz" oder aus der "Steh-Position“ verwendet werden sollte. Beim "Hier" hat der Hund sofort freudig und zügig auf den Hundeführer zuzulaufen.

Wichtig

Bei allen oben genannten Übungen darf man allerdings nicht vergessen, dass unsere Bordeauxdoggen sicher alle Übungen erledigen können, jedoch recht selten die Triebigkeit, wie man sie von anderen Rasse gewohnt ist, an den Tag legen, alles minutiös auszuführen. Man darf sicher auch zufrieden sein, wenn die Bordeauxdogge  2 cm vor dem Knie zum Sitzen kommt, Hauptsache ist, die sitzt - wenn das Kommando kommt.

Auch beim Abrufen wird sie selten auf uns zugestürmt kommen. Nach Bordeauxdoggen-Art wird sie sich zumeist in einem lockeren Trab auf uns zu bewegen.

Wichtig ist zudem, dass wir unsere Bordeauxdoggen nicht überfordern. Merken wir, dass etwas nicht so klappt wie wir uns das wünschen, dann beginnt man wieder von vorn. Wenn wir merken, die Aufmerksamkeit lässt nach, ist es besser, die Übungen mit einem kleinen Spiel abzubrechen als sich Misserfolge einzuhandeln. Falscher Ehrgeiz ist hier fehl am Platz!

Man sollte regelmäßig üben und täglich auf jedem Spaziergang oder auch Zuhause einige Übungseinheiten einlegen und bedenken, unseren Bordeauxdoggen wird es schnell langweilig, hat sie ihre Übung gut gemacht, sollte man mit etwas anderem fortfahren, statt endlos die eine Übung zu wiederholen. 

Da im Grunde eigentlich jede Bordeauxdogge ihrem Frauchen/Herrchen gefallen möchte, ist es enorm wichtig, nach jeder erfolgreichen Übung unsere Hunde mit viel Lob oder Leckerchen zu belohnen. Allerdings nur wenn die Bordeauxdogge ihre Übung erfolgreich erledigt hat! Zur Auflockerung kann man auch ein kleines Spiel mit dem Lieblingsspielzeug unserer Bordeauxdogge an der Leine beginnen um die Bordeauxdogge wieder etwas zu motivieren.

Tägliches Üben in kleinen Schritten mit viel Lob kann auch aus unseren Bordeauxdoggen einen gelehrigen und vor allem gehorsamen Wegbegleiter machen.