Die Ausstellung

Hin und wieder packt auch uns Bordeauxdoggen-Besitzer der Ehrgeiz an einer Ausstellung teilzunehmen. Nur wie funktioniert eine Ausstellung, was muß ich beachten und tun? Viele Fragen stehen plötzlich im Raum und wenn man gut vorbereitet ist, wird die Ausstellung eine tolle Erfahrung sein, bei der man Gleichgesinnte trifft und kennen lernt.

Das Ganze kann allerdings nur zu einer tollen Erfahrung werden, wenn ich und auch mein Hund auf das Kommende gut vorbereitet sind!

Das Melden zu einer Ausstellung ist mittlerweile kein Akt mehr. Ein kurzer Blick auf die VDH Homepage genügt, um sich eine Ausstellung in seiner Nähe auszusuchen. Meldungen können sogar online verschickt werden und schon ist man dabei (bitte Ahnentafel bei der Meldung bereithalten, einige Daten daraus werden benötigt). Meldegebühren können überwiesen oder per Lastschrift bezahlt werden.

Rechtzeitig erhält der Aussteller die Meldebestätigung mit Termin, zumeist mit Eintrittskarte und einen Gutschein für den Katalog.

Natürlich sind unsere Bordeauxdoggen von klein auf gut sozialisiert und trainiert, so dass das Folgende kein Problem darstellen sollte. Wenn nicht, wird es jetzt höchste Zeit seinen Hund  darauf vorzubereiten:

  • der Hund sollte leinenführig neben dem Halter traben können
  • sich in das Maul schauen lassen
  • sich ordentlich hinstellen lassen
  • die Rüden sollten sich an die Hoden fassen lassen
  • und der Hund sollte natürlich in einem gesunden und gepflegten Zustand den Ring betreten

Gut sozialisiert und trainiert kann unser Hund nun der Ausstellung gelassen entgegensehen.

Ohne Papierkram kommen wir allerdings nicht aus. Wir benötigen:

  • Die Ahnentafel
  • Die Meldebestätigung
  • Den Impfausweis
  • Eintrittskarte und Kataloggutschein

Und wir organisieren und informieren uns über Folgendes:

  • an welchem Tag wird meine Rasse gerichtet
  • wie sind die Einlasszeiten
  • wann beginnt das Richten
  • wie ist die günstigste Anfahrtsstrecke
  • wie viel Futter benötige ich
  • Ausstellungsklipp für die Startnummer (sofern noch nicht vorhanden, bekommt man diese an den gut sortierten Messeständen mit Hundezubehör)
  • Wasserschüssel und eine Flasche Wasser für den Hund
  • Sabbertuch
  • Ausstellungshalsband und Leine
  • Decke oder Box für den Hund
  • hilfreich hat sich der Anglerstuhl für den Halter erwiesen
  • Futter für Hund und ggf. auch ein paar Leckerchen für den Halter

Gut vorbereitet und ausgestattet erscheinen wir zur Einlasszeit auf dem Ausstellungsgelände. Nach Erhalt des Kataloges schaut man in das Inhaltsverzeichnis und informiert sich, in welchem Ring die Bordeauxdoggen gerichtet werden.

Dort angekommen kann man sich zunächst erst einmal häuslich einrichten. Je nachdem, ob die Bordeauxdoggen zuerst gerichtet werden oder ggf. zuvor noch andere Rassen gerichtet werden, bekommt man seine Startnummer an dem Richtertisch im Ring. Hier gilt es aufmerksam zu sein, manchmal ist die Reihenfolge im Katalog vermerkt, manchmal nicht.

Nun gilt es abzuwarten bis die Bordeauxdoggen dran sind und die entsprechende Klasse aufgerufen wird. Wenn man noch Zeit hat, sollte man die Gelegenheit nutzen, unsere Bordeauxdoggen mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen und sofern noch nicht geschehen, die Zeit zum Lösen zu nutzen.

Der große Augenblick ist gekommen, die Klasse für die man gemeldet hat wird aufgerufen. Die Aussteller betreten den Ring und stellen sich in der Reihenfolge der Startnummern auf. Wenn unsere Bordeauxdogge schon freudig und aufmerksam den Ring betritt, entsteht schon mal ein positiver Eindruck.

Der Aussteller sollte darauf achten, dass sich seine Bordeauxdogge während des Richtens nicht hinlegt oder einer anderen Zeit vertreibenden Aktivität nachgeht. Sobald der Richter mit den anderen Bordeauxdoggen beschäftigt ist, kann man seinem Hund eine kleine Pause gönnen.

Sofern man nicht der geübte Aussteller ist, kann man gern den Anweisungen des Richters folgen. Professionellen Handlern sind Fehler nicht zu verzeihen, wer allerdings dem olympischen Gedanken nachhängt, frei nach dem Motto „Dabei Sein Ist Alles“ wird sich selbst sehr gern die kleine Fehler verzeihen. Das ist auch ganz in Ordnung und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

An dieser Stelle sei noch erwähnt, auch seiner Kleidung darf man etwas Aufmerksamkeit gönnen, völlig unangemessen für eine Ausstellung sind Tops mit Spagettiträgern, Loch-Jeans oder  Tarnhosen.

Ein weißes Hemd oder eine gedeckte Hose erfüllen durchaus auch ihren Zweck. Es muss nicht immer das Kostüm oder der Anzug sein, allerdings präsentieren wir unsere Rasse und schon allein aus diesem Grund sollten wir in einem angemessenen Outfit erscheinen.