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Definitionen von Begrifflichkeiten in der Genetik
Allel: Teil eines Genpaars das einen Genort (Genlocus) besetzt. Allele eines Genortes können gleich (homozygoter Genotyp) oder ungleich (heterozygoter Genotyp) sein. Erbfehler: Unter dem Begriff Erbfehler versteht man die Gesamtheit der erblichen Abweichungen und Störungen von der normalen phänotypischen Ausprägung eines Organismus. Erbfehler kann man unterteilen in Heute sind ca. 450 Erbkrankheiten beim Hund bekannt. Erbgang: Vererbung beruht auf der Weitergabe und Neukombination von Genen >>. Die Vererbung von Merkmalen kann von einem einzelnen Gen bestimmt werden, was als monogene Vererbung, oder auch von mehreren was polygene Vererbung genannt wird. Befindet sich das oder die merkmalsvererbenden Gene auf dem X-Chromosom (Geschlechtschromosom) so spricht man von einem geschlechtsgekoppelten Erbgang, ansonsten von einem autosomalen oder geschlechtsunabhängigen.
Gen: Einheit der genetischen Information, durch die der Aufbau eines Proteins codiert wird.
Genort: Abschnitt eines Chromosomenpaares, der für die Ausprägung eines bestimmten Merkmals zuständig ist. Ein Genort wird von einem Genpaar (Allelpaar) besetzt.
Genom: Gesamtheit der genetischen Information eines Individuums
Genotyp: Bezeichnung für Allelkombination an einem Genort oder Summe der genetischen Information eines Individuums, der Genotyp eines Individuums beeinflusst den Phänotyp
Heritabilität: Erblichkeitsgrad. Gibt an, in welchem Ausmaß ein Merkmal vom Genotyp beeinflußt wird. Je höher die Heritabilität eines Merkmals ist umso besser läßt es sich züchterisch bearbeiten.
Heterozygotie: Mischerbigkeit. Liegt vor, wenn die beiden Allele eines Genpaars unterschiedlich sind
Homozygotie: Reinerbigkeit.. Liegt vor, wenn die beiden Allele eines Genpaars gleich sind
Inzuchtdepression: Folge von steigendem Inzuchtniveau. Durch die eingeschränkte genetische Vielfalt wird das Anpassungsvermögen des Organismus gegen Umwelteinflüsse herabgesetzt. Vitalität und Krankheitsresistenz der Tiere werden negativ beeinflusst. Fruchtbarkeit und Lebenserwartung sinken
Inzuchtkoeffizient: Der Inzuchtkoeffizient, oft gleichbedeutend als Verwandtschaftskoeffizient bezeichnet, ist ein zahlenmäßiger Ausdruck für die Wahrscheinlichkeit, dass die jeweils im Doppel bei einem zweigeschlechtlichen Lebewesen vorhandenen Erbanlagen (siehe Gene) durch Abstammung identisch sind, d. h. vom selben Vorfahren abstammen. Damit ist der Inzuchtkoeffizient auch ein Maß des Ahnenverlustes in einer Ahnenliste. Er ist ebenfalls ein Faktor für die Lebensspanne. Je geringer dieser ist, desto länger ist die Lebenserwartung. Hunde mit einem Inzuchtkoeffizienten von unter 20 Prozent werden mit guter Wahrscheinlichkeit 15 Jahre und älter. "Rekordalter" bei Hunden liegen knapp unter 30 Jahre. Phänotyp: Äußeres Erscheinungsbild eines Individuums das sowohl vom Genotyp >> auch von der Umwelt beeinflußt wird
Population: Gruppe von Tieren, die gemeinsam züchterisch bearbeitet werden
Rezessive Letalwirkung: Gene, die in heterozygoter Form ein erwünschtes Merkmal bedingen können in homozygoter Form zu einen vitalitätsmindernden Defekt zur Folge haben. Ein Beispiel für ein solches Gen ist das Merlegen. Verpaarungssysteme:
Zuchtwertschätzung: Zuchtwert ist der Wert eines Tieres für die Zucht ausgedrückt in der Leistungsüberlegenheit seiner Nachkommen. Der Zuchtwert eines Tieres kann aus der Eigenleistung des Tieres selber und/oder aus den Leistungen verwandter Tiere geschätzt werden. Die größte Aussagegenauigkeit gibt die Leistung der Nachkommen mit dem Nachteil dass bis zum Vorliegen des Zuchtwertes sehr viel Zeit vergeht.
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