ZAUBERHAFTE BEZIEHUNG

Mehr Harmonie durch verbesserte Bindung

(Quelle Thomas Baumann „Ich lauf schon mal vor“)

Schenken wir den Werbemedien Glauben, müsste sich im Grunde ge­nommen das Verhältnis zwischen Mensch und Hund derzeit auf einem noch nie da gewesenen, hohen Niveau befinden. Schließlich werden fast alle Dinge, die ein Hundehalter im Zusammenleben mit seinem Vierbeiner benötigt, an irgendeiner Stelle mit dem Prädikat "besser" oder ähnlich starken Ausdrücken versehen. So erleben wir ständige Neuerungen auf dem Zubehörmarkt für Hunde und deren Halter, wie beispielsweise:

·         Verbesserte Rezepturen beim Hundefutter

·         Bessere Erziehungserfolge mit neuen (verbesserten) Hilfsmitteln

·         Bessere Ausbildungserfolge mit (verbesserten) Methoden

·         Bessere Haltungsbedingungen mit innovativem (verbessertem) Equipment

Ist doch erst einmal gut, dass es sie gibt, die ständigen Verbesserun­gen. Zu dieser Meinung stehe ich ohne jegliche Ironie. Aber dieses kontinuierliche Wachstum an Verbesserungen hat zweifelsfrei auch seine Schattenseiten. Sehr vielen Hundehaltern wird dadurch der Blick auf das wesentlichste und wichtigste Element einer harmonischen Mensch-Hund-Beziehung genommen: Die soziale Bindung!

Die vergangenen 25 Jahre meiner Arbeit mit Menschen und Hunden haben zu einer interessanten Feststellung geführt. Die ständigen Ver­besserungen eines .“Drumherum" bereichern in der Tat den methodi­schen Umgang mit dem Hund in Haltung, Fütterung, Erziehung und Ausbildung. Allerdings hemmen und behindern sie ganz offensichtlich die Optimierung der emotionalen Mensch-Hund-Beziehung.

Viele Hundehalter verlieren bei der Vielfalt an verbesserten Marktan­geboten zunehmend die Orientierung an wichtigen sozialemotionalen Grundlagen. Unbestreitbare Parallelen ergeben sich im Vergleich mit Kindern, den so genannten Wurzeln unserer Gesellschaft. Wie kann denn ein Kind noch emotionale Freude über Vogelgezwitscher empfinden, wenn ihm die scheinbaren Vorzüge eines MP3-Players durch das gesellschaft­liche Umfeld suggeriert werden. Oder nehmen wir die vielen jungen Game-Boy-User, denen der Batterieverbrauch ihres technischen Spiel­zeuges mehr Kopfzerbrechen bereitet als beispielsweise Waldsterben und Umweltverschmutzung.

Wir Menschen entwickeln uns seit vielen Jahren zu einer "Werte" - Ge­sellschaft in zunehmend materieller Hinsicht. Alle wissen es und alle machen mit! Dem Sog dieser negativen Gesamtentwicklung können sich auch Hundebesitzer nicht so recht entziehen, was durch die kontinuierlich steigenden Verkaufszahlen des Zubehörmarktes zweifelsfrei belegt wird.

Dabei muss jedoch jeder Hundebesitzer einen wichtigen Umstand als unumstößliche Gewissheit ansehen: Eine gute und somit vergleichs­weise stark ausgeprägte soziale Bindung zwischen Mensch und Hund ist in sich völlig losgelöst von Hilfsmitteln, wie Futter, Spiel- und Beu­teobjekten sowie von traditionellen Gehorsams- und Ausbildungsstruk­turen.

Dabei ist Bindung nicht mit Beziehung gleichzusetzen. Vielmehr ist die Bindung das elementarste und wertvollste Teilchen einer jeden guten Beziehung.

Wir wissen alle, dass eine Beziehung auf positivem wie auch auf nega­tivem Fundament stehen kann. Hunde wie Menschen stehen in stän­diger Beziehung zu ihrer sozialen Umwelt. Daraus resultierend ergeben sich gute, aber auch schlechte Beziehungen. Trifft beispielsweise ein Hund beim Spaziergang unweigerlich auf ei­nen unliebsamen Nachbarn, den er ganz offensichtlich nicht mag, so entsteht im Rahmen dieser Begegnung ein Beziehungscharakter, der meist mit negativen Emotionen gekoppelt ist. Von Bindung kann dabei keinesfalls die Rede sein, denn Bindung ist ein völlig eigenständiges Gebilde, das in aller erster Linie emotionale Strukturen eines Zuge­hörigkeitsgefühls enthält. Bindung ist das emotionale Bedürfnis des einen Sozialpartners, mit dem anderen Sozialpartner in einen positiv fühlbaren Kontext zu treten.

Genau genommen kann somit ein Hund keine "schlechte" Bindung zu seinem Besitzer haben, sondern lediglich eine mehr oder weniger ausgeprägte, von starker bis schwacher Intensität. Schlimms­tenfalls ist eine Beziehung zwischen Mensch und Hund von einer völlig fehlenden Bindung geprägt.

Auch wenn im Zusammenhang mit dem Begriff Bindung die so genann­te Bindungsforschung aus wissenschaftlicher Sicht in den vergange­nen Jahren wesentliche Zusammenhänge in der Verhaltensbiologie transparent machen konnte, so bleiben noch weite Felder frei für eine spirituelle Betrachtung. Die ausschließliche Wissenschaft ist nach meiner Überzeugung ohnehin nicht geeignet, feingliedrige emotionale Sozialstrukturen in ausreichender Form zu erfassen. Die meisten er­folgreichen Hundetrainer orientieren sich nach persönlicher Einschät­zung sowieso primär an der notwendigen Spiritualität und erst in zwei­ter Linie an wissenschaftlichen Ergebnissen.

Bindungsdefizite bei den meisten Problemhunden

Jahr für Jahr werden es mehr! Die so genannten Hilferufe von Besitzern schwieriger Hunde steigen kontinuierlich an. Nach jeweiliger Biografie, Anamne­se und Verhaltensanalyse komme ich häufig zu dem Ergebnis, dass zwei wesentliche Elemente in der Mensch-­Hund-Struktur verbesserungswürdig sind. Zum einen fehlt meist der klare Führungsanspruch in allen kritisch zu bewertenden Konfliktsituationen. Das bedeutet, der Zweibeiner verliert die Kontrolle über seinen Vierbeiner gerade dann, wenn sie besonders nötig wäre. Zum anderen aber fehlen oftmals wich­tige Bindungselemente, die für eine vertrauensvolle Partnerschaft innerhalb von kritischen Situationen unabdingbar sind. Ein Hund, der in einer Schrecksituation Angst empfindet, sollte nach Möglichkeit nicht weglaufen, sondern viel mehr die so von ihm empfundene schützende Ge­borgenheit des Zweibeiners aufsuchen. Dazu gehören selbstverständ­lich soziales Vertrauen und Bindungsbereitschaft.

Bei weitem nicht alle, aber doch die überwiegende Zahl aggressiver Hunde sind grundlegend unsicher oder sogar ängstlich. Der klare Führanspruch hilft, das unerwünschte aggressive Verhalten zu unter­binden. Eine darüber hinaus sozial starke Bindung zum Hundeführer sorgt in der Folge zu einem sozialen Stabilitätspakt, der als bestes und zuverlässigstes Konfliktlösungsmodell bei Problemhunden gelten muss. Sind Führungsanspruch und soziale Bindung gut aufeinander abgestimmt, können die meisten Verhaltensprobleme gerade angstag­gressiver Hunde vergleichsweise einfach gemeistert werden.

Der "Minuten-Kreis" gibt Aufschlüsse

Sehr viele Hundebesitzer glauben, sie könnten über Hilfsmittel und dabei insbesondere über Futterlob einen hohen Bindungsstatus errei­chen. Tatsächlich aber sympathisiert ein so trainierter Hund nicht aus Gründen einer sozialen Bindung mit seinem Besitzer. Vielmehr "bin­det" sich der Vierbeiner aufgrund seiner positiven Erwartungshaltung nach der einfachen Formel Besitzer = Leckerli an seinen Zweibeiner. Im Zentrum seines Verhaltens steht somit nicht der soziale Kontakt, sondern ein daraus resultierendes, positives Ergebnis mit sozialfrem­dem Charakter.

In diesem Zusammenhang stellen wir seit einigen Jahren im Rahmen unserer Motivations-Seminare immer wieder die aktiven Seminarteil­nehmer vor eine Aufgabe, die für viele kaum lösbar scheint:

Eine Minute lang soziale Kommunikation mit dem eigenen Hund ohne Hilfsmittel

Der Hund kann dabei frei laufen oder an einer Schleppleine abgesi­chert werden. Die Schleppleine ist in häufigen Fällen notwendig, weil viele Hunde innerhalb der ersten zehn Sekunden den sozialen Kommu­nikationsversuchen ihrer Besitzer eine deutliche Absage erteilen. Da wird durch den Vierbeiner kurz geprüft, ob Leckerli oder Spielzeug am Mann oder an der Frau sind und - ist dies nicht der Fall – wird sofort der Focus auf vermeintlich viel wichtigere Dinge gerichtet. Da hilft dann meist auch kein lockendes Rufen, Hüpfen, Nach- oder Weglaufen des Besitzers mehr.

Am häufigsten betroffen von diesem Beziehungsproblem sind übrigens Hundebesitzer, denen in Hundevereinen und - schulen suggeriert wird, Erziehung und Ausbildung müssen auf allen Ebenen mit permanenter Bestätigung (Leckerli oder Spielzeug) erfolgen. Ein deutlicher Irrtum, wie sich in vielen Fällen herausstellt. Wenn beispielsweise Futterlob zu einem ständigen Übungsbegleiter des Hundebesitzers wird, entsteht eine ritualisierte Abhängigkeit, die sehr schnell zur Barriere bei Prüfun­gen und auch im Alltag werden kann.

Wer hingegen eine solide und ansprechende Erziehungsleistung - mit sozialem Bindungsstatus - aufbaut, für den ist das Futterlob nur ein kurzer und vorübergehender Wegbegleiter. Bereits nach kurzer Zeit wird das Futterlob nur noch sporadisch eingesetzt, wodurch sich der Focus des Hundes auch auf soziale Kommunikationsformen (die übri­gens dem Hund viel Freude bereiten können) richtet.

Ich bin übrigens sicher, dass bei dem Versuch, diesen Bindungstest (Minuten-Kreis) selbst auszuprobieren, eine Vielzahl der Leser eine überraschende Ernüchterung ereilt.

Eine Minute soziale Kommunikation mit dem Hund (vor allem im Frei­en) ohne jegliche Hilfsmittel kann ausgesprochen lang und zum Teil sogar schweißtreibend sein.

Leckerli als Garant für Misserfolge?!

Nach dem Motto "Erst das Geld und dann die Ware" entwickeln fehlgeleitete Hunde das Verhalten "Erst das Leckerli und dann die Leistung". Dies stellt übrigens mit Abstand den häufigsten Grund für "nachhängende" Hunde im Freizeit- und Sportbereich dar.

Ein kleines und übertragbares Beispiel aus dem menschlichen Um­feld gibt Aufschluss, warum erschreckend viele Hundebesitzer mit dem Hilfsmittel Leckerli völlig falsch umgehen:

Ein Grundstückbesitzer geht mit einem Zehn-Euro-Schein in der Hand auf einen Nachbarsjungen zu, hält ihm den Geldschein hin und sagt:  "Mähe mir doch bitte mal den Rasen". Gesagt, getan. Der Junge freut sich über das Geld und mäht den Rasen. Die ganze Episode wieder­holt sich über einen längeren Zeitraum mehrmals. Eines Tages hat der Grundstückbesitzer gerade mal kein Geld bei sich und bittet den Nachbarsjungen dennoch darum, ihm den Rasen zu mähen. Irritiert bleibt der Junge stehen, schüttelt leicht den Kopf und richtet seinen Blick suchend nach dem sonst üblichen .Motivationsmittel". Die Lust am Rasenmähen ist auf ein Minimum gesunken.

Genau genommen spielen sich nach diesem vergleichenden Beispiel katastrophale Trainingsszenen in Hundeschulen und Hundevereinen ab. Wenn nichts mehr geht, dann erfolgt der Griff in den Leckerli­-Beutel und schon geht wieder was. Der "Leckerli-Wahn" entpuppt sich als selbstbetrügerisches Konzept, an dem viele Hundebesitzer letztlich verzweifeln. Die Abhängigkeit vom Leckerli wächst kontinuierlich und wichtige soziale Bindungselemente gehen, selbst wenn zu einem frü­heren Zeitpunkt noch vorhanden, häufig vollständig verloren.

Gutes Ausbildungspersonal in Hundeschulen oder in Hundevereinen machen diesen Fehler nicht und arbeiten stets nach dem Motto "Erst die Leistung, dann das Vergnügen". Doch für diese effektive Stra­tegie ist ein gehöriges Maß an Intuition und Wissen um soziale Bin­dungselemente erforderlich. Die wenigsten unserer Kunden hatten im Vorfeld unserer Kontaktaufnahme eine wirklich positive Anleitung in Hundeverein oder Hundeschule.

Soziale Bindung kontra Genetik und Umwelteinflüsse, selbstverständlich tragen die unterschiedlichen Verhaltensmerkmale der zahlreichen Hunderassen auch genetisch verschiedene Veranla­gungen in Sachen sozialer Bindungsbereitschaft in sich. So zeigen die durch Medienhysterie und daraus resultierenden politischen Schnell­schüsse arg gebeutelten und apriori für gefährlich erachteten Amstaff, Bulli und Co. die intensivste soziale Bindungsbereitschaft dem zwei­beinigen Besitzer gegenüber. Hingegen gelten beispielsweise auf der anderen Seite Beagle oder Chow-Chow im Allgemeinen als vergleichsweise wenig bindungsintensiv.

Doch nicht nur genetische Veranlagungen müssen Berücksichtigung finden. Wie auch bei uns Menschen gibt es bei Hunden den sprich­wörtlich familiären Typ mit enger Bindung zum Heim und vertrauten Sozialpartnern. Gekennzeichnet ist dieser Umstandhäufig von nur ge­ringen „Ausschweif-Bedürfnissen". Auf der anderen Seite finden wir den "Weltenbummler" mit starkem Explorationsverhalten beziehungs­weise Erkundungsdrang. Dieser sehr neugierig orientierte Typ Hund ist mit hoher Konzentration und zum Leidwesen seines Besitzers immer gerade dort, wo er eigentlich gar nicht sein sollte. Auf Nachbars Kom­posthaufen, auf einer Wildfährte, auf Jogger- oder Fahrradjagd oder gar bei einem "weit entfernten" Artgenossen auf der anderen Straßen­seite. Wie dem auch sei, ein Hundebesitzer sollte sich stets darüber bewusst sein, dass der familiär orientierte Typ Hund grundlegend eine höhere Bindungsintensität aufweist, als der explorative Typ. Mit die­sem Bewusstsein können die Besitzer von bindungsarmen Vierbeinern durch entsprechende Manipulierung der Haltungs- und Umgangsbe­dingungen in nahezu allen Fällen (auch scheinbar hoffnungslosen) die gegebene Bindungsbereitschaft deutlich erhöhen. So will ich mich im Folgenden gerade an die Hundebesitzer wenden, die das Gefühl einer bindungsarmen sozialen Partnerschaft haben.

Sättigungsprozesse als häufigste Ursache von Bindungsarmut

"Wir haben es doch immer nur gut gemeint" ist die Kernaussage vieler Hundebesitzer, wenn sie die unangenehme Erfahrung machen müs­sen, dass sie im Alltagsgeschehen ihres Vierbeiners mit ihren sozialen Bindungs-Bemühungen das scheinbare Gegenteil von dem erreichen, was sie anstreben. Anstelle einer erwünschten Zuneigung und Anhäng­lichkeit erfahren sie eher Distanz und emotionale Entferntheit. Auffallend häufig sind soziale Sättigungsprozesse für ein ablehnendes Verhalten des Hundes gegenüber dem ihn betreuenden Zweibeinern ursächlich. Liebe und Zuneigung können nicht nur Wohlfühlkonsequenzen erreichen, sondern bei Zu-Viel-Des-Guten auch Ablehnung bis hin zu emotionaler Antipathie erwirken.

Gerade Hunde, die dem Besitzer als Partnerersatz unter menschlichen Gesichtspunkten dienen, fühlen sich durch ein Übermaß an Zuneigung erdrückt und distanzieren sich deshalb immer mehr. Der dadurch ir­ritierte Zweibeiner erkennt dies häufig und versucht seinerseits durch noch mehr Zuneigung eine hilflose Kompensation. In deren Folge er­höht sich spiralförmig, und somit zunehmend, das Distanzverhalten des Hundes.

Die scheinbar hingebungsvolle Zuwendung eines Hundes gegenüber seinem Besitzer er­weist sich schnell als selbstbetrügerisches Konzept, wenn der Vierbeiner nach Ent­zug von Spielzeug oder Leckerli plötzlich kein Interesse mehr an Frauchen oder Herr­chen zeigt.

Im Extremfall trifft dann der Vergleich vom Verhältnis zwischen einem Süchtigen und dessen Dealer zu. Das Interesse des Süchtigen an der Person des Dealers selbst ist gleich Null. Nur der "Stoff" des Dealers ist wichtig. Solange der Hundehal­ter im täglichen Umgang mit dem Hund materielle Werte über soziale Bindungselemente stellt, muss er sich über Beziehungsprobleme in verschiedenen Alltagsbereichen nicht wundern.

Über Sinn und Unsinn von Bindungstests

In allen Lebensbereichen unterliegen neue Konzepte und Entwicklun­gen der skeptischen Wahrnehmung durch die Außenwelt. Das ist gut so? und solange dabei Objektivität gewahrt wird, auch äußerst sach­dienlich.

In der Verhaltenstherapie ängstlicher, aggressiver oder angstaggressi­ver Hund wird zunehmend über die Machbarkeit und den Nutzen von sozialen Bindungstests diskutiert. Die kategorische Ablehnung und Verneinung von aussagekräftigen Er­gebnissen nach solchen Bindungstests durch Fachleute ist zwar irritierend, zeigt aber auch, dass fehlendes Wissen und mangelnde Erfahrungen selbst bei Fachleuten Irrtümer hervorrufen können.

In mittlerweile rund dreihundert durchgeführten Bindungstests (Zeit­raum zwei Jahre) fiel das Gesamtergebnis für uns derart eindeutig aus, das wir über den positiven Nutzen dieser Tests nicht mehr diskutieren müssen. An einem erklärenden Beispiel zur Durchführung eines Bindungstests wird transparent, welche wertvollen Aussagen nach solch einem ana­lytischen Verfahren getroffen werden können:

Ein Ehepaar mittleren Alters kommt mit einem zweijährigen Berner Sennenhund zu einer Beratung. Der Vierbeiner namens Dorian ent­wickelt angeblich eine zunehmende Angst gegenüber fremden Einzelpersonen. Dabei läuft er sogar fluchtartig davon, wenn ihm jemand zu nahe kommt oder ihn nur anspricht. Der angebliche Grund: vor einigen Wochen war Dorian beim Freilauf sehr nahe an einen Spaziergänger herangelaufen. Dieser hatte den Hund plötzlich laut angebrüllt und sogar mit den Füßen nach ihm getreten. Vor diesem Zwischenfall gab es angeblich keinerlei soziale Probleme mit Fremdpersonen.

Während der Verhaltensanalyse traten sehr schnell noch zwei weitere "Probleme" zutage, die dem charakteristischen Profil des Vierbeiners Dorian deutlichere Konturen gaben.

Dorian entpuppte sich als allgemein unsicherer Hund, der neben einer sozialen Instabilität gegenüber Fremdpersonen auch schreckhaft auf bestimmte Geräusche und schnell bewegte Gegenstände reagierte.

Im Rahmen der Verhaltensanalyse wurden obligatorisch auch beste­hende Bindungselemente zwischen beiden Hundehaltern und dem Vierbeiner getestet. Hierzu befand sich Dorian, angeleint an einer Anbindevorrichtung, zunächst in einem aufgelockerten, weitgehend stressarmen Umgebungsbereich. Beide Zweibeiner führten (getrennt voneinander) mit einem zeitlichen Abstand von zirka zehn Sekunden ein vorgegebenes Begrüßungsritual durch. Der Ablauf verlief wie folgt:

  • Frauchen kommt zu Dorian und begrüßt ihn, Herrchen bleibt noch draußen.
  • Frauchen verlässt den Raum, Herrchen betritt den Raum und be­grüßt Dorian
  • Frauchen kommt wieder in den Raum
  • Beide Hundehalter bleiben - Dorian befindet sich zwischen den beiden Personen - jeweils links und rechts neben Dorian stehen und beachten ihn nicht. Dorian wendet sich wechselseitig mal Frauchen und mal Herrchen zu. Er wirkt irritiert, weil sich beide in dieser Situ­ation nicht um ihn kümmern. Dorian sucht scheinbar gerade deshalb immer wieder die soziale Nähe beider Personen.
  • Etwas später erfolgt eine bewusst durchgeführte Stresszuführung von außen durch zunächst leise Geräuschquellen. Dorian zeigt eine zunehmende Verunsicherung (kein Panikverhalten, da die Geräu­schintensität wohldosiert und somit angemessen erfolgt).
  • Mit zunehmender Verunsicherung scheinen die sozialen An­näherungsversuche von Dorian an die beiden Hundehalter plötzlich blockiert. Er meidet sogar den Kontakt zu seinen Besitzern und ver­sucht, sich im weiteren Verlauf sowohl der Situation als auch der Nähe seiner Besitzer zu entziehen.
  • Die Außenreize werden daraufhin nicht erhöht, sondern wieder reduziert.
  • Während sich der Hund noch in erkennbarem Stressverhalten be­findet, werden die Positionen und Körperhaltungen beider Besitzer wiederholt verändert. Unterschiedliche Entfernungen zum Hund spie­len dabei genauso eine Rolle wie ein In-Die-Hocke-Gehen oder Sich-­Nach-Vorne-Beugen. In sämtlichen Positionen ist Dorian nicht mehr zu einer Annäherung an seine beiden Besitzer zu bewegen.

Der Vierbeiner Dorian zeigte uns eine Verhaltensweise die wir seit Be­ginn der Durchführung von Bindungstests häufig erleben konnten. Unter vergleichsweise stressarmen Umweltbedingungen erscheint die Soziale Bindung zwischen Vier- und Zweibeiner weitgehend intakt. Bei zunehmender Stresszufuhr hingegen scheinen sich viele Hunde emo­tional zwischen zwei Fronten, dem Konfliktherd und dem Besitzer zu befinden. Bei einem Nichts-Wie-Weg-Gefühl kommt es plötzlich auch gegenüber den Besitzern zu einem ausgeprägten Meideverhalten. Ir­gend etwas am Verhalten der dem Hund im Grunde genommen nahe stehenden Zweibeiner scheint ihn zu irritieren. Im Einzelfall ergibt die Annäherung des Besitzers sogar eine zusätzliche Verunsicherung. Die sachbezogene Erklärung, was da genau im Hund passiert, erfolgt im unmittelbaren Anschluss an die Verhaltensanalyse sowie im abschlie­ßenden Beratungsgespräch unter Einbeziehung videoanalytischer Nachbereitung.

Zuvor jedoch werden die analysierten Vierbeiner durch auflockerndes Spiel oder durch Leckerli aus den Stressbereichen herausgeführt. Was entbindet einen Hund wie Dorian vom sozialen Miteinander, wenn der Stress durch Umweltfaktoren oder soziale Einflüsse von außen be­ängstigend wirken? Warum meiden Hunde bei unsicheren Empfindun­gen ihre Besitzer, obwohl diese doch im Grunde genommen nur helfen wollen?

Zu diesen Fragen gibt es nicht DIE EINE Antwort, sondern eine Reihe von möglichen Ursachen, weshalb der Einzelfall sorgfältig analysiert werden muss.

Zu den häufigsten Ursachen gehören in diesem Zusammenhang nega­tive Stimmungsübertragungen durch die Zweibeiner. Darauf reagieren die meisten Vierbeiner wesentlich sensibler, als den Besitzern lieb sein kann. Emotionale Erregung des Besitzers bei verunsicherten oder ver­ängstigten Hunden ist beispielsweise grundsätzlich den negativen Si­gnalen zuzurechnen. Dabei kommt ein scheinbar fürsorgliches Trösten ähnlich schlecht an wie unbeherrschtes Schimpfen. Bei Dorian wirkten sich übrigens häufige taktile Annäherungen durch seine Besitzer ne­gativ aus. Das heißt, in seiner Unsicherheit wurde immer wieder ver­sucht, ihn durch Anfassen, Tätscheln und Streicheln zu beruhigen. Das jedoch empfand Dorian im Stress als äußerst unangenehm, weshalb er mit diesem unbehaglichen Gefühl schnell zwischen zwei Fronten (Konfliktherd und Besitzer) stand. 

Optimismus verdrängt die Enttäuschung

Keine Sorge! Wer nicht nur kompetent mit Hunden, sondern auch mit Menschen umgehen kann, wird die anfängliche Enttäuschung der Hun­dehalter bezüglich einer Bindungsschwäche gut überbrücken. Es geht nämlich keinesfalls um Schuldzuweisungen, sondern um gemeinsame Lösungskonzepte, die ein offensichtlich aufgetretenes soziales Miss­verhältnis zwischen Zwei- und Vierbeiner positiv verändern werden. Soziales Vertrauen - ein Kernelement der sozialen Bindung - lässt sich sehr häufig durch völlig veränderte Umgangsstrukturen auch nachträg­lich erreichen. Dies gilt insbesondere für den Umgang mit Stress-Situ­ationen im Alltag.

Doch gerade wenn es um eine notwendige Veränderung der Umgangs­strukturen zwischen Zwei- und Vierbeiner geht, liegen die eigentlichen Schwierigkeiten leider auch immer wieder bei den beratenden Fach­leuten. Diese fügen mit teilweise haarsträubenden Patentrezepten ratsuchenden Hundehaltern mehr Schaden als Nutzen zu.

Extreme Mängel in der Fachberatung

Zwei Hundetrainer-Ratschläge verschiedener Hundeschulen an ein und denselben Hundehalter (Ersthundbesitzer), der auf der Suche nach optimalem Vorgehen in Haltung und Erziehung seines einjährigen Labrador Retrievers war.

Der erste Trainer: "Ein ausgeprägter, zuverlässiger Gehorsam, hartes und konsequentes Durchgreifen bei jeglichem Fehlverhalten und Sie werden sehen, wie anhänglich und bindungsbereit Ihr Hund sein wird. Positive Verstärkung weitgehend weglassen. Leckerli und sonstiger Fir­lefanz sind tabu, denn schließlich binden Sie Ihren Hund einzig und allein durch Ihre möglichst strenge und klare Autorität".

Der zweite Trainer ließ an dem ersten kein gutes Haar. Schließlich sei dieser für seine brutale Arbeitsweise bekannt, weshalb die meisten Kunden nicht lange bei ihm bleiben würden. Sein Ratschlag stattdes­sen: "Soziale Bindung entsteht nie über Gehorsamsleistungen, son­dern stets über vertrauensbildende Maßnahmen. Auf keinen Fall mit Härte erziehen. Warmherziger und freundlicher Umgang mit motivie­render, positiver Verstärkung jedes erwünschten Verhaltens. Und strik­te Ignoranz bei unerwünschten Verhaltensweisen. Sie werden sehen, wie anhänglich und bindungsbereit Ihr Hund sein wird".

Zwei häufig angewandte Patentrezepte mit einer gemeinsam formu­lierten Zielstellung: ein anhänglicher, bindungsbereiter Hund soll es werden. Dabei müssen Hundetrainer und Hundehalter wissen, dass aus der Umsetzung der beiden einseitigen Ratschläge weitaus mehr Problemverhalten als Bindungsbereitschaft erwachsen kann. Autoritärer Gehorsam, Härte und Strenge mögen im Einzelfall soli­de Unterordnungsleistungen in Erziehung und Ausbildung bewirken. Doch wie soll daraus eine auf Freiwilligkeit basierende soziale Bindung entstehen?

Wie aber soll auf der anderen Seite ohne autoritäres Regelwerk soziale Bindung wachsen können, wenn quasi der Hund die Koordinaten im Leben vorgibt. Hunde, die immer für positives Ver­halten gelobt werden und bei unerwünschtem Ver­halten keine autoritären Grenzen kennen lernen, zeigen erfahrungsgemäß keine Dankbarkeit in un­serem Sinne. Im Gegen­teil: sie werden mürrisch und aufdringlich, wenn sie etwas nicht bekom­men und bockig, wenn sie etwas nicht dürfen. Ähnlich Leidvolles haben schon Eltern mit ihren Kindern erlebt, wenn sie sich auf dem antiautori­tären Gleis mit der Ziel­stellung "nur das Beste zu wollen", befanden. Doch was nun? Wenn sich ein sozialer Bindungsstatus weder durch Härte noch durch Weich­heit oder Sanftmütigkeit erreichen lässt, welchen Weg soll denn dann ein Hundehalter gehen können?

Finger weg von Patentrezepten

Zunächst der wichtigste Rat an erster Stelle: befolgen sie keine Patent­rezepte, sondern suchen Sie eine individuelle Lösung, die für Sie und Ihren Vierbeiner am besten ist. Den erfolgreichsten Bindungsaufbau erreichen immer die Hundebesit­zer, die exakt an der angebrachten Stelle mit konsequenter Autorität (und möglichst ohne Hilfsmittel) ein unerwünschtes Verhalten nach­haltig unterbinden und dann - wieder an der richtigen Stelle warmherzig und positiv verstärkend (bevorzugt mit Laut- und Körpersprache) das erwünschte Verhalten des Hundes belohnen.

Diese meist erfolgreiche Strategie sollte übrigens bereits im Welpenal­ter beginnen. Und dies mit einem Minimum an technischen Hilfsmit­teln und möglichst viel sozialer Kommunikation (Körpersprache/Laut­sprache).

Der Anteil an Autorität an der einen Stelle sowie der Anteil an positiver Verstärkung an der anderen Stelle, hängt sehr von der Mentalität des Vierbeiners ab. Das heißt, eine bestimmte Dosis an Autorität kann für den einen Hund exakt passen, für den anderen Hund hingegen zu viel oder zu wenig sein. Eine Überdosis an Autorität ist immer dann erkennbar, wenn ein Hund im Beisein des Hundebesitzers auffällig unterwürfig sowie psychisch und physisch gedrückt erscheint. Fehlende Autorität hingegen oder ein Übermaß an der so genannten positiven Verstärkung zeigt sich häufig durch völlig respektloses oder gar überdreht wirkendes Verhalten im Umgang mit dem Hundebesitzer. Hundetrainer und Verhaltensberater sollten stets kompetent genug sein, eine soziale Disharmonie bezie­hungsweise eine Schieflage infolge solcher „Verteilungsfehler" zu er­kennen.

Selbstbewusstsein kontra soziale Bindung

Irritiert stellen die Besitzer von auffallend selbstbewussten und da­bei noch stark explorativ (neugierig) agierenden Hunden fest, dass der soziale Bezug des Vierbeiners zum Zweibeiner vergleichsweise ge­ring ausgeprägt ist. In der Tat hat ein solch selbstbewusster "Welten­bummler" in der Regel eine geringere soziale Bindungsintensität als ein weniger selbstbewusster Hund, der durch die soziale Nähe seines Besitzers ein erhöhtes Gefühl an sozialer Sicherheit und Geborgenheit empfindet.

Das kann für alltagsrelevante Situationen eine Erhöhung der Gehor­samsanforderungen beim auffallend selbstbewussten Hund nach sich ziehen. Oder dessen Besitzer leitet einen strategisch ausgeklügelten Umlenkungsprozess ein, der den Fokus des "Weltenbummlers" im All­tag mehr und mehr zu einer wertvollen „Besitzerorientierung" lenkt. Eine ausgezeichnete Möglichkeit bietet in diesem Zusammenhang die durch uns entwickelte Zielobjektsuche (ZOS). Dabei handelt es sich um eine Premium-Variante der Nasen- oder Schnüffelarbeit, die sich inhaltlich an der stark auslastenden Spürarbeit von Polizeihunden ori­entiert.

Bei der Zielobjektsuche sucht der Hund weder Futter, Spielzeug noch irgendwelche Dummies. Vielmehr wird seine Suchleidenschaft auf beliebige, scheinbar unbedeutende Kleinstgegenstände gelenkt (bis Ein-Cent-Größe). Die Gegenstände werden auch nicht aufgenom­men, sondern der Hund verweist sie durch Hinlegen (Platz).

Der Hundebesitzer ist bei der Zielobjektsuche Dreh- und Angelpunkt für das Verhalten des Hundes. Er versteckt den Gegenstand, er koordiniert die Su­che seines Hundes und er bestätigt sei­nen Vierbeiner nach erfolgreicher Suche. Jetzt darf selbstver­ständlich neben so­zialen Lobeinheiten auch eine positi­ve Verstärkung der Hand und Entlohungsbereit­schaft durch Futter oder Spielzeug sein. Allerdings nach dem Motto "Weniger ist mehr" Durch diese gemein­same Arbeit entstehen besondere gegenseitige Sympathien und der Fokus des Hundes erfährt einen positiven Umlenkungsprozess.

Wichtige Regeln zur Erhöhung der Bindungsintensität „Distanz schafft Bindung“. Nach diesem Grundsatz lässt sich die Bin­dungsintensität der allermeisten "gesättigten" Hunde deutlich erhö­hen. Vierbeiner, die wohlwollend mit sozialer Zuneigung überhäuft werden, danken dies nicht mit sozialer Bindung, sondern viel eher mit sozialer Distanz. Therapeutisch wertvolle Schritte entstehen deshalb dann, wenn der Zweibeiner seinerseits die soziale Kommunikation in bestimmten Alltagssituationen einschränkt. Einschränkung ist aller­dings nicht mit Abbruch gleichzusetzen. Sichtlich irritiert und über­rascht reagieren viele Hunde beispielsweise, wenn der Besitzer - im Gegensatz zu sonstigem Verhalten - den auf ihn zugehenden Hund eben nicht immer begrüßt oder sozial anspricht, sondern stattdessen auch einmal ignorierend links liegen lässt oder ihn sogar wegschickt. Solche sozialen Irritationen sind nicht dramatisch für eine Beziehung, sondern erhöhen erfahrungsgemäß den freiwilligen sozialen Kommuni­kationswillen und somit die Bindungsbereitschaft des Hundes.

Eine weitere wichtige Regel richtet sich an die permanenten "Nachläu­fer", die schattengleich jede Fortbewegung ihres Besitzers neugierig und kontrollierend im Wohnbereich begleiten. Selbst auf der Toilette müssen sie scheinbar dabei sein. Doch draußen vor der Tür entwickeln sie eine ungeahnte Eigendynamik und haben nicht mehr das geringste Interesse an einem sozialen Austausch mit dem Besitzer. Hier hat sich eine Anbindevorrichtung, erfahrungsgemäß besser als eine Box oder ein Käfig, bewährt. An einem strategisch irrelevanten Bereich in der Wohnung wird der Hund mittels dieser Anbindevorrichtung zeitweilig separiert und kann nicht mehr nach Lust und Laune den Aktivitäten des Besitzers folgen. Auch diese Form einer erzwungenen, zeitweili­gen Distanzierung führt häufig zu mehr sozialer Aufmerksamkeit im Freilauf.

Stressanfällige Hunde wie unser Fallbeispiel Dorian, die bei Verunsi­cherung und Angst zum Weglaufen (auch vor dem Besitzer) neigen, lassen sich in den meisten Fällen zu einer positiven Konfliktkanalisie­rung konditionieren. Die Konfliktlösung lautet nicht mehr: Nichts wie weg, sondern infolge eines veränderten Verhaltens durch den Besit­zer: Schnellstens zu Herrchen oder zu Frauchen.

Dieser Umlenkungsprozess erfordert eine rigorose Verhaltensumstel­lung der betroffenen Zweibeiner. Der naturgegebene Instinkt vieler Hunde, einem bevorstehenden Konflikt durch Flucht zu entgehen, kann sehr wohl durch einen passenden und geschickten Wechsel zwi­schen konsequentem und autoritärem "Du läufst nicht mehr weg, sondern zu mir" und einem warmen und sanften "Bei mir bist du sicher und es geht dir gut!" erfolgreich umgelenkt werden.

Doch sollten die Begriffe Strenge und Autorität nicht mit Brutalität gleichgesetzt werden. Genauso haben andererseits soziale Wärme und Sanftheit nichts mit Vermenschlichung und tröstenden Mitleids­szenarien zu tun.

Abschließend noch ein weiterer wichtiger Ratschlag. Folgen Sie ob der Fülle unterschiedlichster Ratschläge und Patentrezepte doch einfach einmal Ihrem Bauchgefühl beziehungsweise der so genannten Intuiti­on. Die Intuition kann gerade dann hilfreich sein, wenn dem un­übersichtlichen Wirrwarr an häufig pseudofachlichen Hinweisen und Informationen unbeschadet entgangen werden soll.

Wenn Sie das (Bauch-) Gefühl haben, dass sich Ihr Vierbeiner Ihnen gegenüber in seinem sozialen Verhalten weder gedrückt beziehungs­weise wie geprügelt noch respektlos oder gar abweisend verhält, dann können Sie auch davon ausgehen, dass eine harmonische Balance im Sozialen Miteinander tatsächlich gegeben ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Umgang mit Ihrem Hund eine glückliche Hand.