Obstlexikon

(Quelle: Natural Dog Food)

Früchte werden in der Ernährung mit Natural Dog Food ebenfalls an den Hund verfüttert. Nahezu alle Frucht­sorten eignen sich zur Hundefütterung, dabei sollten allerdings ein paar Regeln eingehalten werden. Wie das Gemüse und die Kräuter muss auch das Obst vor der Fütterung püriert werden, damit der Hund es verwerten kann. Zum Pürieren können dieselben Geräte benutzt werden, die bereits im Kapitel über Gemüse genannt wurden. Obst, das für den Hund in Frage kommt, sollte von reifer oder sogar überreifer Konsistenz sein.  

Das Verfüttern von unreifem Obst kann gesundheitsschädliche Auswirkungen auf den Hund haben. Es kann zu Stö­rungen im Verdauungstrakt des Hundes kommen. Niemals darf verschimmeltes Obst ver­füttert werden, da schimmelige Stellen toxisch wirkende Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen enthalten. Vor dem Verfüttern an den Hund müs­sen Obstsorten. die über unverdauliche Schalen verfügen, geschält werden (z.B. Bananen).

Andere Sorten, wie Äpfel können mit der Schale gefüttert werden (Vorausgesetzt, sie sind nicht gespritzt oder anderweitig chemisch behandelt). Früchte, die Steine enthalten (Stein­früchte) und Obst, welches Kerne ent­hält (Kernobst), sollte vor dem Verfüt­tern davon befreit werden. In Steinen und Kernen von Obst steckt die giftige Blausäure die, verzehrt der Hund große Mengen Kerne, tödlich wirken kann.

Gefüttert werden kann das pürierte Obst zusammen mit dem pürierten Gemüse und den Kräutern oder aber getrennt in einer separaten Mahlzeit evtl. zusammen mit Milchprodukten oder Getreide. Anfangs sollten, wie auch beim Gemüse, nicht zu viele Sorten Obst auf einmal verfüttert werden. Der Verdauungstrakt des Hundes muss sich erst an das Obst gewöhnen. Füttert man anfangs nur ein bis zwei Sorten, kann man schnell erken­nen, ob evtl. Probleme bei der einen oder anderen Frucht auftreten. Unverträglichkeiten können sich z.B. in Durchfall oder Blähungen äußern.

Natürlich sollte nicht immer nur ein und dasselbe Obst an den Hund ver­füttert werden, da Abwechslung in der Ernährung auch dem Hund gut tut. Sie bewahrt den Hund davor, an Mängeln zu erkranken. Wie beim Gemüse muss auch beim Obst darauf geachtet werden, dass, soweit dies möglich ist, Saisonware gekauft wird. Die Vorteile der Saisonware wurden be­reits im Kapitel über die Fütterung von Gemüse beschrieben.

Auch das Verfüttern von regional ange­bauten Obstsorten ist empfehlenswert, was einen aber nicht davon abhalten sollte, dem Hund auch einmal die ein oder andere exotische Frucht anzubie­ten. Beim Kauf von Obst muss ebenso wie beim Gemüse darauf geachtet werden, dass das Obst für den Hund nicht mit Spritzmitteln belastet ist. Auch beim Obstkauf für den Hund sollte man Obst aus biologischem Anbau bevorzugen. Einige Hunde lieben Obst so sehr, dass sie es selbst als Leckerli gerne anneh­men.

Hier können die Früchte auch in Stü­cken verfüttert werden. Obst, das in Stü­cken an den Hund gefüttert wird, kann zwar nicht so gut vom Hund verwertet werden wie püriertes Obst, ist aber viel gesünder als die große Fülle an Lecker­futter, das sich auf dem Markt befindet. Auch getrocknete Früchte dürfen in die Hundefütterung einbezogen werden. Hier sollte allerdings dara uf geachtet werden, dass das getrocknete Obst weder gezuckert noch geölt, geschwefelt oder anderweitig behandelt wurde.

Natürlich kann Obst wie das Gemüse eingefroren werden. Hier kann man ebenso, wie im Kapitel "Gemüse" erklärt wurde, vorgehen. Das Obst kann entwe­der zusammen mit dem Gemüsebrei in Tüten oder Dosen verpackt oder als reine Fruchtportion tiefgefroren werden. Allerdings ist das Füttern von frischem, püriertem Obst immer dem Verfüttern von tiefgefrorenem Obst vorzuziehen, jedoch nicht immer zeitlich machbar. In diesen Fällen kann gut auf tiefgekühltes Obst zurückgegriffen werden, das auf Vorrat eingefroren wurde.

Wildfrüchte wie Brombeeren und Ha­gebutten können auch für den Hund gesammelt und an diesen verfüttert wer­den. Hier ist besonders auf die im Kapitel "Wildkräuter" erwähnten Vorsichtsmaß­nahmen zu achten und nur dort Früchte zu sammeln, wo eine Verunreinigung durch Chemikalien, Exkremente usw. ausgeschlossen werden kann.

Folgende Früchte können gut an den Hund verfüttert werden:

Ananas, Äpfel, Aprikosen, Bananen, Birnen, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Grapefruit, Hagebutten, Heidelbeeren, Himbeeren, Honigmelone, Johannis­beere, Kakifrucht, Kirsche, Kiwi, Litchi, Mandarine, Mango, Mirabellen, Nektari­nen, Papaya, Pfirsich, Pflaumen, Stachel­beeren, Wassermelone, Zitrone.

Weniger geeignet sind:

Holunderbeeren, Kapstachelbeeren, Ka­rambole, Weintrauben und Quitten.

Ananas: Die Ananas ist eine Südfrucht, die grundsätzlich importiert wird. Ihr hoher Gehalt an dem Enzym Bromelain macht die Ananas zu einem fantasti­schen Heilmittel. Bromelain spaltet das Eiweiß der Nahrung in Aminosäuren auf und hilft so bei der Verdauung. Zudem zerstört es Parasiten wie Würmer und Bakterien im Darm. Wird dem Hun­defutter Ananas beigemischt, entlastet dies die Bauchspeicheldrüse ungemein, kann also hervorragend an Hunde ver­füttert werden, die an der Bauchspei­cheldrüse erkrankt sind. Ein Nachteil der Ananas ist, dass sie durch ihre Säure den Magen reizen kann und nicht an Hunde verfüttert werden darf, die un­ter Magenschleimhautreizungen oder Geschwüren des Magens leiden. Ananas sollte grundsätzlich vor dem Verfüttern geschält werden.

Apfel: Äpfel zählen zu den Früchten, die rund ums Jahr aus heimischem Anbau angeboten werden. Natürlich sind auch importierte Sorten erhältlich, die ebenso an den Hund gefüttert werden können. Diese Exemplare sind aber in der Regel stark behandelt. Äpfel können gut mit Schale an den Hund verfüttert werden, da gerade in der Schale wertvolle Nähr­stoffe stecken. Allerdings sollte bei be­handelten Äpfeln aus gesundheitlichen Gründen die Schale lieber entfernt werden. Auch die Apfelkerne müssen vor dem Verfüttern herausgeschnitten werden. Dank seines hohen Gehaltes an Pektin, das Giftstoffe im Darm bindet und so zur Reinigung des Darmes dient, ist der Apfel eine außerordentlich wertvolle Frucht. Auch andere Inhaltsstoffe des Apfels wirken reinigend, indem sie das Wachstum von Bakterien hemmen. Da sich Äpfel lange lagern lassen, eignen sie sich hervorragend für das Einkellern.

Aprikose: Die Aprikose, die zu dem Steinobst zählt, weist einen besonders hohen Gehalt an Karotin auf, das eine gute Wirkung auf das Immunsystem ausübt. Zudem sind Aprikosen gut für die Nerven, verbessern die Zelltätig­keit und verfügen über viel Vitamin C. Ebenfalls wertvolle Dienste leistet die Aprikose für das Fell des Hundes sowie die Haut und die Schleimhäute. Aus die­sem Grund findet sie auch bei asthmati­schen Leiden ihren Einsatz. Aprikosen können mit Schale verfüttert werden, sollten aber vorher gut gewaschen sein, da sie in der Regel gespritzt sind. Das Verfüttern empfiehlt sich nur zur Saison (Mai - August).

Vorsicht: Trächtige Hündinnen dürfen nie zu viele der Früchte dem Futter bei­gemischt bekommen (Abongefahr).

Banane: Bananen sind Südfrüchte, die nur in deutlich wärmeren Gegenden wachsen. Bei uns werden dennoch Ba­nanen rund ums Jahr angeboten. Natür­lich müssen sie vor dem Verfüttern von ihrer Schale befreit werden und sollten dem Hund nur im überreifen Zustand gereicht werden. Empfehlenswert ist das Füttern von Biobananen, da sie weit weniger mit Pestiziden belastet sind. Ba­nanen sättigen und stopfen und können gut bei Durchfall eingesetzt werden. Sie wirke e Magenschleimhaut. n darüber hinaus entzündungs­hemmend auf die Verdauungsorgane, besonders auf die Magenschleimhaut.

Birne: Birnen zählen zum Kernobst und sollten auch vor dem Verfüttern von die­sen befreit werden. Birnen können z.B. bei Verstopfung eingesetzt werden, da sie schnell durch den Verdauungs trakt wan­dern und einen hohen Flüssigkeitsgehalt aufweisen.  

Zudem reinigen sie den Darm und entgiften den Organismus, indem sie Schwermetalle binden und ausleiten. Birnen können gut mit Schale an den Hund verfüttert werden, wenn sie aus kontrolliertem Anbau stammen. Wegen ihres süßen Geschmacks werden Birnen gerne vom Hund angenommen, sollten allerdings sparsam an Hunde verfüttert werden, die zu Durchfall neigen.

Brombeere: Brombeeren wachsen in Deutschland auch wild in der Natur und können für den Hund auf einem Spazier­gang gesammelt werden. Durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und Karotin stärken Brombeeren das Immunsystem. Sie festigen das Bindegewebe, regen die Drüsentätigkeit an und wirken entzün­dungshemmend auf die Schleimhäute. Aus diesem Grund können Brombeeren auch gut bei heiseren Hunden angewen­det werden. Da sie nicht lange gelagert werden können, muss man sie schnell verbrauchen.  

Erdbeere: Obwohl wir die Erdbeere meist aus dem Garten, der Plantage oder dem Obstgeschäft kennen, können wilde Erdbeeren auch im Wald gesammelt werden (Vorsicht vor dem Fuchsband­wurm). Erdbeeren können hervorragend gegen Durchfall und Blähungen sowie andere Verdauungsstörungen eingesetzt werden. Zudem wirken sie sich günstig auf das Fell und die Haut des Hundes aus. Erdbeeren entgiften den gesamten Organismus und stärken das Immunsys­tem nachhaltig. Natürlich ist auch bei Erdbeeren das Verfüttern innerhalb der Saison das Gesündeste für den Hund.

Feige: Feigen können ebenfalls geschält an den Hund verfüttert werden. Sie sind kalorienarm, sättigend und besitzen, bedingt durch ihre Schleimstoffe, eine abführende Wirkung. Sie sollten also nicht bei Durchfall gefüttert werden. Feigen sind in reifem Zustand sehr süß und zuckerhaltig und werden gerne vom Hund angenommen.

Grapefruit: Die Grapefruit zählt zu den Zitrusfrüchten und darf an den Hund verfüttert werden. Durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C wirkt sie positiv auf das Immunsystem. Des Wei­teren fördert sie das Zellwachstum und stärkt die Darmflora. Natürlich muss die Grapefruit vor dem Verfüttern geschält werden. Da sie viel Säure enthält, sollte sie, wie alle Zitrusfrüchte, nur vorsichtig an den Hund verfüttert werden.

Hagebutte: Hagebutten, die auch in unseren Wäldern wachsen, sind sehr reich an wertvollem Vitamin C.

Obwohl Hunde in der Lage sind, selber Vitamin C zu synthetisieren, können Vi­tamin-C-Gaben natürlicher Art gerade in Stresszeiten dem Hund dienlich sein.

Heidelbeere: Heidelbeeren sind nur für eine kurze Zeit jährlich im Handel erhältlich. Sie eignen sich besonders dann zur Fütterung an den Hund, wenn dieser größerem Stress ausgesetzt ist (bei Hundeschauen, Welpenaufzucht etc). Heidelbeeren wirken beruhigend, stärken das Immunsystem und die Schleimhäute und wirken entzündungs­hemmend sowie antibakteriell. Auch ihre entwässernde Wirkung sollte nicht vernachlässigt werden. Heidelbeeren können ebenso hervorragend bei Durch­fall Verwendung finden.

Himbeere: Die Himbeere, die auch wild in der Natur vorkommt, weist einen hohen Gehalt an Vitamin C auf. Auch der Gehalt an Biotin ist hoch und sorgt für schönes Fell beim Hund. Da die Himbeere entwässernde Eigenschaften besitzt, wird sie auch bei Nieren- und Blasenproblemen angewendet. Des Weiteren können Himbeeren auch bei Verstopfungen eingesetzt sowie gegen Blutungen verwendet werden.

Holunderbeeren: Die Beeren des hei­mischen Holunderstrauches eignen sich nicht zur Rohfütterung. Ein Verzehr von rohen Beeren kann dem H und und auch dem Menschen schaden und Pro­bleme im Verdauungstrakt hervorrufen.  

Honigmelone: Wie andere Melonen verfügt auch die Honigmelone über ei­nen erhöhten Wasseranteil. Durch ihren hohen Gehalt an Zucker ist sie sehr süß und wird gerne vom Hund gefressen.

Johannisbeere: Johannisbeeren sind einheimische Sträucher, die noch heute in vielen Gärten wachsen und jedes Jahr große Mengen der gesunden Früchte tragen. Zwar sind die Johannisbeeren sehr säuerlich, bieten aber viel Vitamin C, Karotin und andere Stoffe, die einen positiven Einfluss auf den Hundeorga­nismus haben. So kräftigen Johannisbee­ren das Herz, stärken die Muskeln und wirken beruhigend. Auch die schwarze Johannisbeere kann gut an den Hund verfüttert werden und wird vor allem bei Husten angewendet.

Kakifrucht: Die exotische Kakifrucht kann hin und wieder an den Hund verfüttert werden. Vor allem ihr hoher Gehalt an Karotin macht sie zu einer wertvollen Frucht. Die israelische Sha­ronfrucht zählt auch zu den Kakifrüch­ten und kann ebenfalls in Maßen an den Hund verfüttert werden. Kakifrüchte sollten nur in wirklich überreifem Zu­stand an den Hund gefüttert werden. In unreifem Zustand verfügen die Früchte über einen hohen Gehalt an Gerbstof­fen, die pelzig und zusammenziehend im Mund wirken. Diesen Geschmack mögen die wenigsten Hunde. Selbstver­ständlich muss die Kakifrucht vor dem Verfüttern geschält werden.

Kapstachelbeere: Kapstachelbeeren werden auch als Physalis oder Lampi­onfrüchte bezeichnet. Da sie sehr  teuer sind und als Delikatesse gehandelt wer­den, sind sie nicht für die Hundefütte­rung geeignet.

Karambole: Die Karambole, auch unter dem Namen Sternfrucht bekannt, ist we­niger für die Hundefütterung geeignet. Da sie nur selten angeboten wird, sehr teuer und nicht sehr ergiebig ist, kommt sie nicht für die Verfütterung an den Hund in Frage.

Kirsche: Kirschen wachsen auch in Deutschland. Sie werden entweder an­gepflanzt oder kommen als wilde Bäume mit kleinen aromatischen Kirschen in der Natur vor. Selbstverständlich muss vor dem Verfüttern an den Hund der Stein entfernt werden. Kirschen besitzen eine entzündungshemmende Wirkung und sind förderlich für die Verdauung, da sie entgiftend wirken und Schadstof­fe binden. Auch gegen rheumatische Er­krankungen der Gelenke und Arthrose können die wohlschmeckenden Früchte gut eingesetzt werden.

Kiwi: Die Kiwi ist eine Importfrucht, die in unseren Breitengraden nicht ge­deiht. Sie ist übers ganze Jahr im Handel erhältlich und besitzt einen hohen Vita­min-C-Gehalt. Damit stärkt und unter­stützt die Kiwi das Immunsystem und den Stoffwechsel. Auch bei schwachem Bindegewebe und dadurch bedingten Verstauchungen kann die süße Frucht helfen. Zudem stärken Kiwis das Herz. Sie können auch mit Schale verfüttert werden, da sie aber oftmals stark behan­delt sind, ist vorheriges Schälen meist nötig. Das Verfüttern von überreifen Früchten ist zu empfehlen, da Kiwis viel Säure enthalten. Ältere Früchte sind süßer. Leider führen Kiwis, wie andere Früchte auch, bei einigen Hunden zu Überempfindlichkeiten (wie z.B. Durch­fall). Dann sollten sie selbstverständlich nicht verfüttert werden.

Litchi: Auch die exotische Litchi kann in kleinen Mengen an den Hund verfüttert werden. Den Kern und die Schale sollte man allerdings vorher entfernen.

Mandarine: Für die Mandarine gilt im Allgemeinen dasselbe wie für die Orange. Sie kann geschält gut verfüttert werden.

Mango: Die Steinfrucht Mango kann im reifen Zustand gut an den Hund ver­füttert werden. Sie sollte jedoch vorher entsteint und geschält werden, da an ih­rer Schale oftmals große Mengen Spritz­mittel haften. Die Mango wirkt positiv auf die Pigmentierung des Haarkleides, sowie schützend auf die Schleimhäute. Auch ihre gute Wirkung auf die Mus­keln und das Herz lassen sie zu einer gesunden Frucht für den Hund werden.  

Zudem verfügt die Mango über stoff­wechselanregende Bestandteile sowie Stoffe, die eine beruhigende Wirkung auf die Nerven ausüben. Sie kann be­sonders gut in Stresssituationen an den Hund verfüttert werden.

Mirabellen: Mirabellen lassen sich mit Pflaumen vergleichen, es gilt also das­selbe wie unter dem Punkt "Pflaumen" beschrieben. Der Kern der Mirabellen muss vor dem Verfüttern an den Hund entfernt werden.

Nektarine: Auch Nektarinen können als Früchte dem Hund gefüttert werden. Für Nektarinen gilt dasselbe wie für Pfirsiche. Auch bei Nektarinen sollte der Stein selbstverständlich vor dem Füttern entfernt werden.

Orange: Für die Orange gilt das gleiche wie für alle anderen, zu den Zitrusfrüch­ten zählenden, Obstsorten. Wenn der Hund sie mag, können sie gerne in klei­nen Mengen gefüttert werden.

Papaya: Die Papaya ist eine wertvolle Frucht in der Hundefütterung. Sie ent­hält wie die Ananas wichtige Enzyme (z.B. Papain), die bei der Eiweißverdau­ung helfen und so Hunde mit Bauch­s peicheldrüsen problemen unterstü tzen können. Auch bei der Umstellung auf Natural Dog Food kann die Papaya gute Dienste leisten, da sie den Magen mit Verdauungsenzymen versorgt und somit zu einer besseren Verdauung führt. Ge­rade in der Anfangszeit der Umstellung auf Rohkost verträgt der Verdauungs­trakt die ungewohnte Nahrung oftmals noch nicht so gut und benötigt helfende Enzyme. Daher kann die Papaya auch bei Durchfall, Blähungen und anderen Ver­dauungsstörungen eingesetzt werden. Zudem aktiviert sie den gesamten Orga­nismus und wirkt belebend und stärkend. Das Immunsystem profitiert ebenso von der Fütterung dieser Obstsorte. Die Papaya kann, muss aber nicht, geschält werden. Beim Kauf von Biofrüchten darf also die Schale bedenkenlos mitgefüttert werden. Die Kerne, welche sich im Inne­ren der Frucht befinden, sollte man aber vor dem Verfüttern entfernen, da sie sehr scharf im Geschmack sind.

Pfirsich: Der gelb- bis rotfarbene Pfir­sich gehört zu den Steinfrüchten. Der Stein muss vor dem Verfüttern entfernt werden. Pfirsiche enthalten viel Karotin und kräftigen so das Immunsystem. Zu­dem stärken sie das Herz, beschleunigen die Verdauung und wirken entwässernd. Pfirsiche eignen sich sehr gut zur Hun­defütterung, da sie auch in Deutschland angebaut werden. Außerhalb der Saison erhält man Pfirsiche als Importware.

Pflaumen: Auch die violetten oder gelben Pflaumen zählen zu den Stein­früchten. Während der Saison können Sie gut an den Hund verfüttert werden. Pflaumen enthalten große Mengen B-Vi­tamine und sind dem Immunsystem des Hundes dienlich. Leidet der Hund unter Verstopfung, kann dieser durch Fütte­rung von Pflaumen entgegengewirkt werden. Bei Pflaumen sollte man eben­falls inländische Früchte, die während der Saison gewachsen sind, importierten Früchten vorziehen. Der Kern der Pflau­me sollte selbstverständlich vor dem Ver­füttern entfernt werden.

Quitte: Quitten eignen sich nicht zur Verfütterung an den Hund, da sie sehr bitter und sauer sind und große Mengen Tannin (Gerbsäure) enthalten. Auch für den menschlichen Verzehr sind rohe Quitten ungeeignet.

Stachelbeere: Die Stachelbeere kann gut in die Hundefütterung mit einbezogen werden. Sie ist wertvoll für den Darm des Hundes, hilft ihn zu entschlacken und ihn zu säubern. Auch ihre harntreibenden Eigenschaften las­sen sich nutzen. Zudem wirkt sich die Verfütterung von Stachelbeeren hervor­ragend auf die Gefäße (Venen und Arte­rien) des Körpers aus.

Wassermelone: Auch die sehr was­serhaltige Wassermelone kann an den Hund verfüttert werden. Die Schale soll­te vor dem Verfüttern entfernt werden. Melonen unterstützen die Eiweißsyn­these, stärken die Schleimhäute sowie das Immunsystem.  

Weintraube: Die Weintraube ist eine Obstsorte, die ihre Erntezeit in der Regel in den Herbsttagen hat. Weintrauben eignen sich nicht zur Hundefütterung, da einige Fälle von Vergiftungserscheinungen nach der Fütterung mit Wein­trauben und Rosinen bekannt wurden. Es kann zu schweren Nierenschäden beim Hund kommen.

Zitrone: Die saure Zitrone kann als Zi­trusfrucht ebenfalls an den Hund verfüt­tert werden, wenn dieser den Geschmack mag. Durch ihren hohen Gehalt an Vi­tamin C stärkt sie das Immunsystem, das Bindegewebe und das Fell. Sie regt den Magen durch ihre Säure zu einer erhöh­ten Produktion von Magensäften an, un­terstützt also die Verdauung in großem Maße. Allerdings wachsen die Zitronen in der Regel im Mittelmeerraum und sind Imponfrüchte, die natürlich grund­sätzlich vor dem Verfüttern an den Hund von ihrer Schale befreit werden müssen.